Es geht los! Mein erster Blog

28. Aug 2019 | Mein Blog für Merle

Dein 6. Geburtstag

Liebe Merle,

heute hast du Geburtstag. Jetzt bist du schon 6 Jahre jung. Ich habe mir lange überlegt, was ich dir schenken soll. Omas machen sich immer viele Gedanken, was sie ihren Enkelkindern schenken sollen, denn Geschenke sollen ja wunderschön sein. Du fragtest mich neulich, warum ich dir immer etwas schenke. Weil ich dich so lieb habe, lautete meine Antwort. Und dies ist so seit du auf der Welt bist so und wird auch immer so bleiben.

Merle, du bist ein einzigartiges Mädchen und je älter du wirst, desto besonderer (gibt es das Wort überhaupt?) bist du für mich. Was schenkt man einem besonderen Mädchen, das bald Lesen und Schreiben lernt.

Mein Geschenk – ein Blog

Persönlichkeitsentwicklung einfach machenIch schenke dir einen Blog. Wir leben in einer modernen, digitalen Welt und ich habe mir vorgenommen, nie mit dem Lernen aufzuhören. Und jetzt lerne ich, wie man einen Blog im Internet schreibt. Und ich schreibe dir einen Blog, weil ich dir etwas hinterlassen möchte. Nämlich das Wissen um Persönlichkeiten und um Besonderheiten, die „Mensch sein“ oder „Kind sein“ ausmachen. Und weil du so besonders bist, wünsche ich mir und dir, dass du deine Persönlichkeit entdeckst und weiterentwickelst. Meine Vision ist, dass alle Menschen das können, denn Persönlichkeit hat jede/r. Und in diesem – deinem Blog – erkläre ich dir, wie man seine Persönlichkeit entdecken und entwickeln kann.

Persönlichkeitsgoogeln

Dein Blog heißt „Mein-Blog-fuer-Merle“. Ich habe gerade „gegoogelt“ wie lange ein Blog sein sollte. Übrigens war googeln früher gar kein richtiges Wort. Wenn du so groß bist, dass du es lesen kannst und selbst googeln wirst, wird es dir als ein ganz normales Wort vorkommen. Es existiert noch nicht sehr lange, da es erst mit dem Internetzeitalter entstanden ist. Es wurde erst im Jahr 2004 im Rechtschreibduden aufgenommen. Googeln bedeutet recherchieren, nachschlagen oder einfach nur suchen. Ich habe gerade eine Idee! Vielleicht sollte ich auch ein Wort erfinden, nämlich „Persönlichkeitsgoogeln“, was Recherche über sich selbst bedeutet. Wer Bewusstheit nutzt und sich selbst gut kennt, kann alles im Leben erfolgreich meistern.

Jeder hat alles in sich was man braucht

Jeder Mensch ist mit einem Set an Persönlichkeitsmerkmalen ausgestattet und jeder Mensch kann etwas besonders gut. Wichtig ist, dass man selbst weiß, was man besonders gut kann und das in seinem Leben (Umfeld) für sich nutzt. Dann ist dieser Mensch „effektiv“. Bei Effektivität geht es darum, die richtigen Dinge zu tun. Nicht jeder Mensch tut das in seinem Leben. Viele wissen gar nicht, was ihre Persönlichkeit ausmacht oder leben in einem Umfeld, in dem ihre Stärken nicht eingesetzt werden können. Damit werden viele auf ein Mittelmaß reduziert und sind nicht immer glücklich bei dem was sie tun.

Reflexion

Einer deiner Stärken ist Bestimmtheit. Du hast gesagt, dass in deinem Inneren etwas ist, das immer bestimmen will und dich antreibt und dass dir das manchmal Sorgen macht. Deine Beobachtungen über dich selbst nennt man „Reflektion“, Dass ein kleines Mädchen wie du das jetzt schon macht, ist eine weitere besondere Eigenschaft, die du besitzt und eine Grundvoraussetzung für Persönlichkeitsentwicklung. Sich selbst beobachten, warum ich so oder so bin und mich so oder so verhalte ist enorm wichtig. Du bist ein tolles Mädchen und du hast großes Glück, dass deine Familie sich mit dir so viel beschäftigt, dass sie dir zuhören, wenn du über deine Ängste und Unsicherheiten sprichst und dich unterstützen, wenn du Ideen und Impulse hast.

Was ist nun aber die Lösung für deine Sorge? Du erzähltest, dass du Polizistin werden willst, damit du immer bestimmen kannst. Ich finde es prima, dass du jetzt schon weißt, was du später machen willst. Doch auch Polizistinnen müssen oft tun, was andere sagen und können nicht immer alles selbst bestimmen.

Wer fragt führt

Es gibt noch eine Alternative für dich, nämlich, dass du dein Umfeld fragst, ob du bestimmen darfst und wenn du die Frage so stellst, dass sich die Menschen nicht bevormundet oder bedrängt fühlen, dann bist du effektiv, weil du damit dein Ziel erreichst. Du möchtest ja, dass sie dir gerne zuhören. Du könntest also sagen: „Ich habe einen Vorschlag oder eine Idee, wollt ihr es hören?“ oder „Darf ich euch sagen, was ich jetzt gerne machen würde?“ oder „Wollt ihr wissen, was ich denke?“ Wichtig dabei ist, dass du die Antwort abwartest und die Antwort der anderen akzeptierst, d.h. wenn sie es nicht hören wollen, solltest du auch nichts dazu sagen. Wenn du das tust, schätzt du die Meinung der Menschen in deinem Umfeld und Wertschätzung ist eine wichtige Eigenschaft, die Freundschaften entstehen und wachsen lässt. Ich habe in einem Seminar einmal gelernt „wer fragt, der führt“. Ich finde, das ist ein ganz wichtiger Satz für „dominante“ Persönlichkeiten.

Neben der dominanten Persönlichkeit gibt es noch drei weitere Verhaltensstile und ganz viele „Mischformen“, die ich dir in den folgenden Blogs erklären werde. Ich erkläre dir auch, dass wir viele Arten von Persönlichkeiten in uns haben und warum wir uns manchmal so oder so verhalten.

Der erste Blog ist nun doch etwas länger geworden, aber es ist ja auch die Einführung in den Blog und ich möchte, dass du alles verstehst, wenn du einmal lesen kannst.

Ach ja – eins ist noch ganz wichtig – höre nie damit auf dich selbst zu reflektieren, dich selbst zu beobachten und wahrzunehmen. Viele Kinder verlieren diese Eigenschaft. Entwickele sie weiter und lebe aufmerksam. Das ist eine Grundannahme, die erste Grundannahme für eine erfolgreiche Persönlichkeitsentwicklung.

Wenn wir uns selbst beobachten und wahrnehmen können wissen wir genau, wer wir wirklich sind.

Ich hab‘ dich lieb.

Deine Oma Lisa

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